Rasen neu anlegen
Damit der Traum von einer makellosen Grünfläche wahr wird, ist neben einer guten Bodenvorbereitung vor allem eines entscheidend: die Qualität des verwendeten Saatguts.
Die günstigsten Saattermine sind Mai bis September. In dieser Zeit ist es auch nachts ausreichend warm, und die Witterungsverhältnisse sind ideal.
Rasen kann auf fast allen Böden angelegt werden. Ideal ist eine Mutterbodendecke von 15-20 cm. Bei schweren, lehmigen Böden wird viel Wasser gespeichert und die Gräser „ertrinken“ regelrecht. Hier kann der Boden mit einer Zugabe von feinem Quarzsand (2-3 m3 auf 100 m2) gelockert werden.
Ist das Gegenteil vorhanden, d. h. ein leichter Sandboden, kann mit Torfzugabe (1-2 Ballen pro 100 m2), Rindenhumus oder Komposterde ein zu schnelles austrocknen verhindert werden.
Ideale Vorraussetzungen sind vorhanden, wenn der pH-Wert zwischen 5.5 und 7 liegt. Zur Prüfung dieses Wertes erhalten Sie bei uns entsprechende Teststäbchen. Hier die wichtigsten Arbeitsschritte beim Einsäen des Rasens:
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Etwa 4 Wochen vor dem Einsäen wird die Erde mit einem Kultivator gelockert und Steine und Wurzelreste entfernt. | Anschließend wird die Fläche mit einem Rechen diagonal und über kreuz eingeebnet. |
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Mit einer Gartenwalze wird die Oberfläche in zwei Richtungen gewalzt. Bringen Sie rechtzeitig (mindestens eine Woche vor dem Einsäen) noch einen Dünger auf, um der Saat zu einem guten Start zu verhelfen. | Das Saatgut nun mit einem Streuwagen gleichmäßig auf der Fläche verteilen. Wenn Sie den Grassamen mit feinkörnigem Sand vermischen, lässt sich ein gleichmäßigeres Verteilen erreichen. Nach der Aussaat wird der Grassamen leicht eingeharkt und mit der Gartenwalze oder Trittbrettern angedrückt. |
Nun muss die Fläche feucht gehalten werden. Verwenden Sie hierzu einen Regner, der das Wasser gleichmäßig auf der Fläche verteilt. Das Beregnen erfolgt am besten in den frühen Abendstunden, wenn das Wasser nicht mehr durch die Sonneneinstrahlung verdunstet. Wenn die Grashalme eine Höhe von 8-10 cm haben, wird zum erstenmal gemäht.
Die Mischung macht`s
- Schattenrasen besteht zum Beispiel aus besonders robusten Gräsern, die sich an wenig sonnigen Standorten sehr gut gegen Moos und Unkraut behaupten können.
- Strapazierrasen dient als Rasenweg oder Spielfeld für Kinder. Auf Grund seiner Robustheit und Regenerationsfähigkeit ist diese spezielle Spiel- und Sportrasenmischung vor allem bei Fußballfeldern nicht mehr wegzudenken.
- Zierrasen zeichnet sich durch seinen edlen, perfekten Teppichwuchs aus. Es ist der klassische englische Rasen und eigentlich nur für das Auge gedacht. Die besonders feinblättrige Grünfläche hat höchste Ansprüche und sollte nur geringen Belastungen ausgesetzt werden.
Rasen ausbessern
Frost oder zu starke Beanspruchung können die Ursache von Kahlstellen oder Vertiefungen in der grünen Fläche sein. Um den Rasen wieder auf Vordermann zu bringen, sollten die geschädigten Stellen so bald wie möglich repariert werden.
Kleine Rasenlücken lassen sich mühelos ohne Großeinsatz von Streuwagen oder motorbetriebenen Geräten nachbessern. Die Samen werden breitwürfig von Hand auf die kahlen Flächen gestreut. Damit sich das Saatgut gleichmäßig verteilen lässt, sollte idealerweise ein windstiller Zeitpunkt gewählt werden oder aber das Saatgut in Windrichtung ausgebracht werden.
Bei sehr kühlen Bodentemperaturen, auf gefrorenen oder staunassen Böden können Grassamen nicht aufkeimen. Deshalb sollten Reparaturarbeiten und Nachsaaten von April bis Oktober vorgenommen werden. Längeren Trockenperioden sollte man mit regelmäßiger Bewässerung entgegenwirken.
Regelmäßiger Schnitt für ein saftiges Grün
Damit der Rasen auch bei häufigem Betreten saftig und grün bleibt, sollte man in der Wachstumsphase von März bis Oktober mindestens einmal pro Woche den Rasen mähen. Dies begünstigt die Bildung von Seitentrieben, fördert die Dichte und Belastbarkeit des Rasens und garantiert ein gleichmäßiges Rasenbild.
Das Mähen sollte zudem vor der Bewässerung erfolgen, da ansonsten die Gräser durch die Nässe verkleben und ein sauberer Rückschnitt nicht möglich ist. Achten Sie zudem auf scharfe Messerklingen, denn nur die verleihen ein schönes, ebenmäßiges Aussehen der Rasenfläche.
Wer sich einige Wochen Urlaub gönnt, sollte seinen Rasen anschließend nicht radikal zurückschneiden. Die Folge wären unschöne Kahlstellen am Boden. Besser ist es, den versäumten Schnitt stufenweise nachzuholen: Der Rasen wird erst um ein Drittel seiner Länge gekürzt und nach wenigen Tagen noch mal zurück geschnitten.
Für jede Rasenfläche der richtige Mäher
Beim Kauf eines neuen Rasenmähers sollten Sie streng nach Ihren individuellen Bedürfnissen gehen. Dabei lassen sich grob folgende Mähertypen unterscheiden: