Sommerblumen und Prachtstauden laufen ab Mai langsam zu Höchstformen auf. Sie blühen nicht nur bis in den Herbst, sondern auch in überwältigender Fülle. Doch dafür benötigen sie eine gute Nahrungsquelle. Während auf humosen Boden geringere Düngergaben und eine großzügige Kompostgabe ausreichen, sind die Pflanzen an mageren, sandigen Standorten auf größere Mengen angewiesen.
Anspruchsvoll: Dauerblüher und Gemüse
Eine organische oder mineralische Langzeitdüngergabe im Frühling reicht aus, um sie eine Saison bei Blütenlaune zu halten. Besonders hungrig sind Dauerblüher und so genannte "Starkzehrer" unter den Gemüsepflanzen. Sie benötigen zusätzlich regelmäßige, schnellwirksame NPK-Düngergaben.
Sommerblumen und Stauden
Beginnt die Blütensaison, sind die Dauerblüher im Beet an Attraktivität und Vielseitigkeit kaum zu übertreffen. Frische, nährstoffreiche und durchlässige Böden sind für viele Beetpflanzen die beste Voraussetzung, um gut zu wachsen.
Doch auch Extremstandorte, die zu nass oder zu nährstoffarm sind, können durch das Beimengen von Pflanzerde, Kalk und Düngergaben aufgebessert werden.
Ein spezieller Stauden- oder auch Garten-Langzeitdünger gibt ihren Pflanzen Widerstandskraft und fördert eine lang anhaltende Blütenpracht und gibt ihnen ausreichend Energie für eine gesunde Entwicklung.
Buchs
Keine andere immergrüne Pflanze lässt sich so viel gefallen wie der Buchsbaum. An nahezu allen Standorten - außer in praller Sonne und auf zu trockenen Boden - fühlt er sich zu Hause und kommt durch häufigen Rückschnitt erst so richtig in Fahrt.
Sowohl im Beet als auch in Kübeln benötigt der Buchsbaum ausreichend Pflege. Färben sich die Blätter gelb, können zwar Frostschäden oder Trockenheit die Ursache sein. Doch meist lässt sich dieses Symptom auf Nährstoffmangel zurückführen.
Eine regelmäßige Düngung im Frühjahr mit Buchsbaum-Langzeitdünger versorgt die Pflanzen übers Jahr mit allen wichtigen Haupt- und Spurennährstoffen. Blattwuchs und Wurzelbildung werden gut sechs Monate gefördert. |
|
Gemüse
Je nach Nährstoffbedarf wird Gemüse in Stark-, Mittel- und Schwachzehrer eingeteilt. Letztere sind anspruchslos und kommen nur mit Kompost als Grundversorgung aus. Mittelzehrer werden zusätzlich einmal jährlich mit Langzeitdünger oder mehrmaligen organischen Düngergaben versorgt. Die "Vielfresser" unter den Gemüsen brauchen während der ganzen Wachstumsphase reichlich Energie durch häufige, sofort wirksame Düngergaben.
- Schwachzehrer: Erbsen, Bohnen, Möhren
- Mittelzehrer: Zwiebeln, Tomate, Paprika
- Starkzehrer: Kohl, Kartoffeln, Gurken
Beeren und Kernobst
In puncto Pflege machen Obstgehölze und Beerensträucher wenig Arbeit, wenn sie am richtigen Standort stehen. Das heisst, wenndie Lichtverhältnisse passen und die Pflanzen nicht zu dicht stehen.
Fast alle Arten bevorzugen durchlässige, humose Böden. Spezielle Dünger, wie zum Beispiel Beeren Langzeitdünger, sind genau auf die Bedürfnisse der Obstsorten abgestimmt und gleichen auch den Nährstoffhaushalt auf weniger geeigneten Böden sehr gut aus.
Entscheidend für die Fruchtbarkeit ist darüber hinaus eine gute Wasserversorgung - insbesondere in der Anwachsphase nach dem Pflanzen und während langen Hitzeperioden in der Sommerzeit.
Zierpflanzen mit besonderen Bedürfnissen
Einige Pflanzen, zum Beispiel Ziersträucher wie Rhododendren, Hortensien oder Rosen benötigen eine spezielle Nährstoffformel. Weder ein guter, nährstoffreicher Boden noch ein Universaldünger können diese Bedürfnisse vollkommen abdecken. Spezialdünger erfüllen jedoch diese Voraussetzung.
Rosen
Rosen sind Tiefwurzler und stellen besondere Ansprüche an den Boden. Damit die edlen Pflanzen gesund und schön heranwachsen, benötigen sie viel Sonne und tief gelockerte, lehmige, humose und nahrhafte Böden mit gutem Wasserabzug. Der PH-Wert sollte neutral bis schwach alkalisch sein.
Bei guter Bodenvorbereitung dürfen Rosen im 1. Jahr nach der Pflanzung nicht gedüngt werden, damit sie gut einwurzeln. Organischer Dünger, wie Kompost, wird erst nach einiger Zeit wirksam und kann daher schon im Spätherbst/Winter gegeben werden. Dieser hat den Vorteil, dass er das Bodenleben positiv beeinflusst und den Boden humoser werden lässt.
Spezielle Rosendünger sollten im März/April mit Austrieb der Knospen und im Juli nach dem ersten Blütenflor leicht in den Boden eingearbeitet werden. Bei trockenem Wetter vor und nach dem Düngen kräftig wässern, damit sich die Nährstoffe lösen.
Wichtig: Ab Juli darf kein stickstoffhaltiger Dünger mehr gegeben werden, da die Rosentriebe sonst nciht richtig ausreifen können und frostgefährdet sind.
Rosendünger enthalten viel Eisen, was einem Vergilben der Blätter vorbeugt. Flüssigdünger sind für Topfrosen wie gemacht, da der Dünger mit dem Gießwasser ausgebracht wird. Sie wirken schnell, man muss im Sommer aber mindestens alle zwei Wochen nachdüngen.
Für einen guten Start von Beetrosen sorgen mineralische Rosendünger in Granulatform. Sie werden Anfang April gestreut. Im Juni zur Blütezeit und spätestens Ende Juli muss der Vorgang wiederholt werden. Wichtig ist, allle Rosen im August ncoh einmal kalibetont zu düngen, damit die Triebe im Winter aushärten.
Tipp: Rosen brauchen umso weniger Dünger, je häufiger und radikaler sie zurückgeschnitten werden.
Azaleen und Rhododendren
Von Natur aus benötigen Rhododendren und Azaleen saure, humose Substrate, um zu gedeihen. Doch seit einigen Jahren gibt es robuste, kalktolerante Arten, so genannte Inkarho-Sorten, die auch auf normalen Gartenboden gut zurechtkommen.
Stimmen die Bodenverhältnisse, benötigen Rhododendren nur wenig Pflege. Zum Gießen eignet sich aufgefangenes Regenwasser ideal, und mit Rhododendren-Langzeit-Dünger zur Blüte sind die Pflanzen rundum versorgt. Dieser fördert die gesunde Wuchsfreudigkeit bei Rhododendren, Azaleen und Beerensträuchern